Christoph Krachten verlässt Mediakraft Vorstand

| 31. Januar 2015 | Keine Kommentare

Es ist ein schwarzes Jahr für MediaKraft. Nun verlässt mir Christoph Krachten das zweite Vorstandsmitglied seinen Posten. Ein Nachfolger ist auch schon gefunden.

Christoph Krachten verlässt MediaKraft

Christoph Krachten

Christoph Krachten – Quelle: MediaKraft

Christoph Krachten ist ein Mann, der die YouTube-Welt polarisiert wie fast kein anderer. Entweder die Leute mögen ihn oder hassen ihn. Bei manchen scheint es jedoch auch eine Hassliebe zu sein. Denn er hat durchaus einiges für YouTube Deutschland getan, was viele YouTuber gar nicht mitbekommen:

Ich habe Christoph Krachten im Jahr 2010 bei einem Google Weihnachtsfrühstück kennengelernt. Zu diesen von Google organisierten Meetings wird man eingeladen, wenn man im Jahr einen guten sechsstelligen Betrag für AdWords-Anzeigen ausgibt. Dort wird einem dann erklärt, wie man sein Geld noch besser in Googles Anzeigen investieren kann. Es werden aber auch weitere Werbekanäle vorgestellt. 2010 war dies unter Anderem YouTube. Und genau hier kam Christoph Krachten ins Spiel, der mir und den 19 anderen Marketingverantwortlichen aus der Branche erklärt hat, wie YouTube (zum damaligen Zeitpunkt) funktioniert und auch warum es eine tolle Werbeplattform ist.

Mit dieser Arbeit sorgte er (natürlich nicht alleine) dafür, dass einige YouTuber hier in Deutschland heute von den Werbeeinnahmen auf YouTube leben können.

Man kann ihn also nicht vollends verteufeln. Sicherlich war auch bei MediaKraft nicht alles auf den Mist von Christoph Krachten gewachsen. Selbst als Geschäftsführer konnte er nicht machen was er wollte. Schließlich hat er Investoren im Rücken, die ihm und den anderen Gründern einen Haufen Geld gegeben haben und jetzt auch ein Mitspracherecht haben wollen.

Sein Abgang sieht für mich ebenfalls ein wenig erzwungen aus. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass es einfach ist sein Baby einfach so zu verlassen. Aber Christoph Krachten steht nun mal, durch seine hohe Bekanntheit, in der Öffentlichkeit, wie kein anderes Vorstandsmitglied bei MediaKraft. Dass er sich zunehmend mehr Hatern ausgesetzt war, sahen die anderen Verantwortlichen wahrscheinlich als schädigend für das Unternehmen. Vermutlich erhoffen sie sich durch den „Rücktritt“ von Krachten ihr Image zu wahren. Das lässt mich zumindest ein Zitat glauben, das ich bei Spiegel Online gefunden habe:

„die übrigen Gesellschafter zusammen mit dem Beirat haben sich darauf mit ihm verständigt“ – MediaKraft

Falls Christoph Krachten tatsächlich freiwillig zurückgetreten ist, mag er seine Gründe gehabt haben. Ob MediaKraft nun wirklich besser dasteht sei einmal dahingestellt.

Mediakraft

Wie geht es mit MediaKraft weiter?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich MediaKraft so schnell von diesem Imageschaden erholt. Allerdings vergisst das Internet ja auch schnell und es gibt immer YouTuber, die sich mit Versprechungen locken lassen. Größere YouTuber werden sich aber nun schwerer überzeugen lassen. Vielleicht wird sich aber auch wirklich einiges ändern. Ausschließen möchte ich das nicht. Der Geschäftsführer Spartacus Olsson sagte jedenfalls folgendes:

„Um die Schwungkraft unseres großen Erfolges und das massive Wachstum auch weiterhin für unsere Partner zu nutzen, arbeiten wir an weitreichenden Änderungen, über die wir in den kommenden Wochen berichten werden.“ – Spartacus Olsson

Hoffentlich ist das nicht nur heiße Luft und auch die ganzen kleineren YouTuber profitieren von diesen Veränderungen. Ich bin da noch skeptisch.

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Kategorie: News

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Dennis bezeichnet sich selbst als Casual-Gamer. Am liebsten spielt er Rollenspiele und Shooter. Außerdem administriert und programmiert er diese Webseite. Wenn Dennis mal nicht an seinem Rechner sitzt, verbringt er Zeit mit seiner Familie oder geht in den Bergen wandern. Ihr findet Dennis auch bei Google+!

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