Die Gamescom-App

| 6. August 2013 | Keine Kommentare

Ab sofort findet ihr die offizielle Gamescom App in Googles Play Store, sowie im Apple App Store. Ich habe es mir nicht nehmen lassen mal ein wenig mit der App herumzuspielen und sie auf Herz und Nieren zu testen. Ob sich der download für euch lohnt, könnt ihr am Ende meines Testberichtes selbst entscheiden.

gamescom-app

Der erste Eindruck

Beim ersten Start der App schmiert diese erstmal gekonnt ab. Eine Tatsache, die sich im Laufe meines Tests öfter mal wiederholt. Auch dauert das Starten der App relativ lange. Nach dem Ladebildschirm kommt man auf eine relativ übersichtliche gestaltet Startseite. Von dieser kann man dann weiter in die verschiedenen Kategorien navigieren. Die Hauptnavigation ist in die folgenden vier Punkte gegliedert:

  1. Menü
  2. Karte
  3. Favoriten
  4. Search

Was hier bereits negativ auffällt und sich durch die ganze App zieht, ist die konsequente Vermischung von englischem und deutschem Inhalt, sowie Menüführung. Man wird den Eindruck nicht los, als sei die App nur halbfertig und wollte sie einfach nur so schnell wie möglich in die App-Stores bringen. Das bezieht sich nicht nur auf den Inhalt und die Übersetzung, sondern auch auf die Inhalte, mit denen ich nun fortfahren werde.

Das Hauptmenü der Gamescom-App

Die beiden wichtigsten Kategorien Produkte (Products) und Aussteller (Exhibitors) befinden sich ganz oben in der Liste und Teasern bereits einiges auf der Startseite an. Über diese Menüpunkte gelangt man zu den Jeweiligen Produkten (Spiele, Hardware…) oder Ausstellern. Da dahinter befindlichen Listen sind bereits gut gefüllt, wenn auch noch nicht vollständig.

Unter den beiden Hauptpunkten befinden sich weitere relativ nützliche Informationen für Messebesucher:

  • Events
  • Best Trailers
  • News
  • Highlights
  • Visitor Information

Hinter jedem dieser Punkte verbirgt sich eigentlich auch das, was man erwartet. Zumindest in Form von groben Informationen. Wer genau wissen will, was es schon an Informationen gibt, probiert das am besten selbst aus. Nach einem kleinen Werbebanner für die Content-Lieferanten, die die Gamescom-News mit Inhalten versorgen, geht es mit dem Social Media Part weiter. Hier gelangt ihr direkt zum Twitter, sowie Facebook-Profil der Gamescom.

Hinter den Categories bekommt man die ganzen Inhalte noch mal in Kategorien eingeteilt serviert. Diese Funktion ist ganz nützlich, wenn man sich für einen bestimmten Bereich wie Merchandising oder Ausbildungen interessiert. Über den punkt Business Area gelangt man zu den Vertretungen in eben diesem Bereich. Das ist für die meisten Messebesucher sicherlich uninteressant, für uns aber doch ein ganz nützliches Tool.

Am enttäuschendsten ist sicherlich der Punkt Settings, hinter dem man zwar auch einen Unterpunkt Optionen findet, der sich jedoch nicht anklicken lässt. Ansonsten wird man mit den Standards Help und About abgefertigt.

Die Produktseite

Hat man es geschafft sich durch das Menü auf eine der Produktseiten durchzuschlagen, so befinden sich auf dieser ein paar spärliche Informationen zu den Titeln, sowie das Gamescom-Logo. Der Informationsgehalt ist hier, wie unser Beispiel Watch Dogs zeigt, nahezu unterirdisch. Es gibt nicht mal eine Information dazu, in welcher Halle oder an welchem Stand ich das Produkt finden kann. Geschweige denn einen Link zur karte oder ähnliches.

Cool finde ich hingegen die Funktionen, welche sich beim Klick auf das Gamescom-Logo auftun. Hier kann man Informationen zu dem Produkt niederschreiben, das Produkt zu seinen Favoriten hinzufügen, Fotos schießen oder das Produkt in sozialen Netzwerken teilen. Auch wenn die letzte Option eigentlich uninteressant ist, da ich die Informationen der Gamescom-Seite noch nicht teilenswert finde.

Produktseite gamescom-app Menu gamescom-app Favorit gamescom-app
Die Foto- und die Notiz-Funktion hingegen sind eigentlich genial, da Fotos und Notizen direkt zu dem Produkt gespeichert werden und Zuhause zu Weiterverarbeitung ordentlich sortiert sind. Doch leider ist mir die App beim Test so oft abgeschmiert, dass ich mich nicht darauf verlassen will. Hier muss der Entwickler noch ordentlich nachbessern.

Bei den Ausstellern und Events verhält es sich ähnlich.

Die Karte

Auf den ersten Blick sehr schick gelöst ist die 3D-Karten-Funktion. Leider auch hier nur auf den ersten Blick. Nachdem man in einer schönen 3D-Animation vom Kölner Dom zum Messegelände fliegt, hört der Spaß auch schon auf. Selbst auf meinem 8 Zoll Tablet macht es keinen Spaß diese Karte zu benutzen. Eine Halle kann man noch relativ einfach auswählen, doch die darauf folgende Karte der Halle ist so aussagekräftig, wie ein Song von Dieter Bohlen.

Wer hier versucht einen Aussteller oder gar einen Stand für ein Spiel ausfindig zu machen, hat verloren. Eigentlich eignet sich die Karte nur um den nächsten Ausgang zu finden. Schafft man es doch mal so weit in Karte hereinzuzoomen, dass man den Namen des Ausstellers erkennen kann, stürzt die App bei mir in der Regel ab.

gamescom-app Karte gamescom-app Karte Halle Karte3 gamescom-app

Die Favoriten

Doch nun wieder zu etwas erfreulicherem. Die Favoriten-Funktion ist wirklich nützlich, um sich seine eigenen Highlights zusammenzustellen. So muss man sich nicht immer durch die zahlreichen Menüs kämpfen, sondern hat alles auf einen Blick!

Die Suche

Bei der Suche ist eigentlich nichts spektakuläres dabei. Man findet eigentlich recht schnell was man sucht, sollte aber auch hier wieder mit häufigen abstürzen rechnen.

Suchfunktion gamescom-app

Die Suchfunktion der Gamescom-App stürzt oft ab

Lohnt sich die Gamescom-App?

Ich der aktuell vorliegenden Version der Gamescom-App muss ich hier leider ein relativ negatives Urteil fällen. Die App ist für mich momentan unzumutbar. Auch wenn man viele positive Ansätze erkennen kann, bleibt es jedoch dabei, dass es nur Ansätze sind. Die Karte hätte das Killerfeature schlechthin werden können, wenn man wenigstens bestimmte Aussteller oder Produkte auf der Karte markieren könnte. Aber bei den Produkten fehlt ja sogar noch die Location in der Beschreibung. Der letzte punkt lässt sich bis zur Gamescom sicherlich noch realisieren, doch bei der Technik hinter der App sehe ich für die Gamescom 2013 schwarz. Hoffentlich wird die App für das nächste Jahr weiterentwickelt. Ich werde euch hier jedenfalls über Updates auf dem Laufenden halten und die Gamescom-App vorerst nicht deinstallieren.

Die iOS-App

Die Version für das iPhone und iPad sieht optisch bereits ein wenig fortschrittlicher aus und es ist zu vermuten, dass diese auch flüssiger läuft. Erfahrungswerte habe ich dazu nicht. Ich finde es jedoch trotzdem schade, dass die Android-App so buggy ist. Hoffen wir, dass sich da noch einiges tut.

Update 08.08.2013

Nach einem Update läuft die Android App nun gar nicht mehr auf meinem Samsung Galaxy Note 8.0! Das mit den Verbesserungen bis zur Messe habe ich mir irgendwie anders vorgestellt.

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Kategorie: Game News

Über den Autor ()

Dennis bezeichnet sich selbst als Casual-Gamer. Am liebsten spielt er Rollenspiele und Shooter. Außerdem administriert und programmiert er diese Webseite. Wenn Dennis mal nicht an seinem Rechner sitzt, verbringt er Zeit mit seiner Familie oder geht in den Bergen wandern. Ihr findet Dennis auch bei Google+!

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